European Energy Lab 2030 – Designing Europe’s future marketplace

Der Wirtschaftsrat setzt sich mit Nachdruck für einen wettbewerbsfähigen, verlässlichen und innovativen Energiemarkt in Europa ein. Wie dieser konkret umgesetzt werden kann, diskutieren derzeit 45 interdisziplinäre Experten aus sieben europäischen Ländern im European Energy Lab 2030, einer vom Wirtschaftsrat ins Leben gerufenen Ideenfabrik. TREND war bei den ersten beiden Workshops in Brüssel und Berlin dabei.

Es ist ein ungewohntes Bild, wenn ausgewählte Energieexperten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gemeinsam Lego-Modelle bauen. Die Modelle sind Teil des innovativen Workshop-Konzepts, auf dem das European Energy Lab 2030 basiert. Der Design Thinking-Prozess des Labs zielt darauf ab, aus gewohnten Denkmustern auszubrechen und „Out of the box“ zu denken, um gemeinsam neue wegweisende Lösungen zu entwickeln. Die Herausforderungen sind komplex: Wie gestaltet sich ein zukunftsfähiger europäischer Energiebinnenmarkt? Welche Möglichkeiten bieten Sektorkopplung und Digitalisierung? Wie kann die Verantwortung für eine verlässliche Energieversorgung mit einem maximal kosteneffizienten Erneuerbaren-Ausbau verbunden werden? Mit welchen Instrumenten können auf europäischer Ebene Energieeffizienz und Klimaschutz gestärkt und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gesichert werden? Welche Wechselwirkungen ergeben sich aus den grenzüberschreitenden Modellen?

 

Bereits beim Kick-Off im Rahmen des hochkarätigen Symposiums „Europäische Energiepolitik“ in Brüssel gab es Dank und große Erwartungen von höchster Stelle: Maroš Šefčovič, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für die Energieunion, betonte in seiner Eröffnungsrede: „Ich bin sicher, dass das vom Wirtschaftsrat initiierte „European Energy Lab 2030“ aufgrund seiner innovativen Methodik und dem breit aufgestellten Teilnehmerkreis viele umsetzungsfähige und zukunftsweisende Ideen erarbeiten wird. Wir brauchen dringend europäisch ausgerichtete Konzepte, die zu bezahlbaren und sicheren Lösungen führen.“

 

Erste Zwischenergebnisse wurden beim Berliner Workshop gemeinsam mit ausgewählten Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft erörtert. Zu den „Hearings“ geladen waren u.a. der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann und der Chef der Europäischen Energie Börse (EEX AG) Peter Reitz. Ihre Resonanz fließt in die weitere Arbeit des Labs ein und wird beim dritten Workshop in Wien zu konkreten Konzepten weiterentwickelt. Endergebnisse und politische Handlungsempfehlungen werden im Rahmen der 15. Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik des Wirtschaftsrates vorgestellt, diskutiert und an den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission übergeben.

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