Die europäischen Regierungen, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank haben es geschafft. Sie haben sich auf eine Finanzierung der Staatsschulden Griechenlands verständigt und so die Zahlungsunfähigkeit eines Euro-Staates abgewendet. Doch ist damit die Schuldenkrise beendet?
Euro-Krise 6 D ie europäischen Regierungen, der InternationaleWährungs- fonds und die Europäische Zentralbank haben es geschafft. Sie haben sich auf eine Finanzierung der Staatsschulden Griechenlands ver- ständigt und so die Zahlungsunfähig- keit eines Euro-Staates abgewendet. Doch ist damit die Schuldenkrise be- endet? Wohl eher nicht. Die nächsten Kandidaten stehen schon vor der Tür. Italien,Portugal und Spanien kämpfen ebenso mit horrenden Haushaltsdefi- ziten und einer schwindenden Wett- bewerbsfähigkeit. Für sie wird zusätz- lich zu den Hilfen für Griechenland ein Rettungsschirm aufgespannt,der im Bedarfsfall Kredite zurVerfügung stellt. Drei Komponenten sollen die Eurozone stabilisieren, Ansteckungseffekte ver- hindern und Spekulanten fernhalten. Zuerst soll die Europäische Kommissi- on auf dem Kapitalmarkt bis zu 60 Mil- liarden Euro aufnehmen können.Zwei- tens verpflichten sich die Euro-Staaten, Garantien für eine Zweckgesellschaft zu übernehmen, die bedrohten Ländern Kredite von bis zu 440 Milliarden Euro gewähren soll.Und schließlich will sich auch der IWF beteiligen und nochmals bis zu 220 Milliarden Euro bereitstellen. Zusammen ergeben sich somit poten- tielle Hilfszahlungen an bedrohte Län- Die Rettung der Eurozone ist noch nicht geglückt Vorteile eines Insolvenzverfahrens liegen auf der Hand
