Wirtschaftsrat Österreich gegründet

Die Soziale Marktwirtschaft gedeiht in Europa:

Am 18. Juni 2010 war es soweit: Hochkarätige Unternehmer hoben den Wirtschaftsrat Österreich in Wien aus der Taufe, um gemeinsam ihren unternehmerischen Sachverstand in die Politik zu tragen. Eine wichtige Rolle spielte bei der Gründung der frühere Bundeskanzler Österreichs, Dr. Wolfgang Schüssel. Leitbild des Wirtschaftsrates Österreich ist wie für den Wirtschaftsrat Deutschland das freiheitliche, sozialverpflichtete Unternehmertum als Kern der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards.

Der Vorstand des Wirtschaftsrates Österreich mit Dr. Andreas Mattner (Mitte) und dem  deutschen Bundesgeschäftsführer Dr. Rainer Gerding (2.v.r.)

Der Vorstand des Wirtschaftsrates Österreich mit Dr. Andreas Mattner (Mitte) und dem deutschen Bundesgeschäftsführer Dr. Rainer Gerding (2.v.r.)

Dr. Andreas Mattner, Mitglied des Präsidiums und Schatzmeister des Wirtschaftsrates Deutschland, sagte in seiner Rede: „Die Gründung des Wirtschaftsrates Österreich markiert einen wichtigen Aufbruch. Vom heutigen Tage geht das Signal aus, dass die Soziale Marktwirtschaft in Europa gedeiht und sich die Stimme der Unternehmer Gehör verschafft.“ Angesichts der bevorstehenden Herkulesaufgaben in den europäischen Ländern sei wirtschaftlicher Sachverstand mehr denn je gefragt. Europa brauche Wachstum, denn Wohlstand sei der Schlüssel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Gleichzeitig müssten die EU-Staaten ihre Staatsfinanzen konsolidieren, weil die Sozialausgaben die öffentlichen Haushalte zu sprengen drohten. Zudem gelte es, die Wirtschaft zu erneuern, damit sie ihre technologischen Kernkompetenzen auf den internationalen Märkten behaupten und stärken könne. „Wir müssen die EU auf ein neues Fundament stellen. Hier streiten Wirtschaftsrat Deutschland und Wirtschaftsrat Österreich Seite an Seite“, sagte Dr. Mattner.

„Die Grundlage der erreichten ökonomischen Stärke unserer Gesellschaft ist ein Verständnis vom Menschen, das maßgeblich von der großen kulturellen Errungenschaft der Freiheit geprägt ist. Wenn diese Prägung schwächer wird, geht nicht nur die Freiheit des Menschen Schritt für Schritt verloren, sondern es schwindet auch die ökonomische Substanz, die soziale Gerechtigkeit erst möglich macht“, sagte der frisch gewählte Präsident des Wirtschaftsrates Österreich, Dr. Christoph Schreiber. Die nachfolgenden Generationen forderten, dass nicht nur in der Umweltpolitik, sondern auch in der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Grundsatz der Nachhaltigkeit als Leitbild gelte. Hohe Schulden der öffentlichen Haushalte und unbezahlbare soziale Versprechen stellten eine große Gefahr für die Substanz des Sozialstaats dar. „Retten wir die Soziale Marktwirtschaft“, rief Dr. Schreiber auf. „Ohne Marktwirtschaft gibt es keinen Wohlstand, ohne Wohlstand keinen Sozialstaat, ohne Sozialstaat keine soziale Gerechtigkeit.“

Die Grüße der Bundesgeschäftsführung des Wirtschaftsrates Deutschland überbrachte Bundesgeschäftsführer Dr. Rainer Gerding: „Wir freuen uns nach erfolgreichen Gründungen in Brüssel und New York auch österreichische Unternehmer für die Soziale Marktwirtschaft Ludwig Erhards begeistert zu haben. Der Wirtschaftsrat Deutschland wird eng mit dem Wirtschaftsrat Österreich zusammenarbeiten. Wir werden eine wichtige Stimme in der Republik sein!“