EditorialePaper Trend - Die Zeitschrift für Sozials Marktwirtschaft Nr. 121


Überzeugende Rahmenbedingungen für europäische Stabilitätsgemeinschaft schaffen

Wir freuen uns über die positiven Konjunktursignale und den deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in unserem Land. Dennoch dürfen wir uns keine Illusion machen: Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ist noch nicht überwunden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in Toronto durchgesetzt und mit Erfolg die Forderungen insbesondere der Amerikaner zurückgewiesen, mit neuen Schulden konjunkturelle Strohfeuer zu entfachen. Das stimmt hoffnungsvoll.



Titelthemen

Hohe Auszeichnung im Wirtschaftsrat

Hohe Auszeichnung im Wirtschaftsrat: Ludwig-Erhard-Gedenkmünze in Gold für Robert B. Zoellick

Bundeskanzlerin Angela Merkel war die erste Gratulantin. Kurt Lauk überreichte dem Präsidenten der Weltbankgruppe, Robert B. Zoellick, die „Gedenkmünze Ludwig Erhard in Gold“.

Kurt Lauk: „Ihre Verdienste um die deutsche Einheit wurden mit großem Respekt und verdientermaßen gewürdigt mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1992. Nun kommt die Ludwig-Erhard-Medaille in Gold dazu. Damit haben Sie im Grunde in Deutschland an Auszeichnungen eigentlich fast alles erreicht, was zu erreichen ist.

Warum haben wir keine Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt!?

Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Rückgang des Brutto-Inlandprodukts von fünf Prozent hinnehmen müssen – es war der heftigste Einbruch im Kreis der G7-Staaten. Indes, vom viel befürchteten „worst case“, einem sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit in Richtung der Fünf-Millionen-Marke, konnte und kann keine Rede sein: Die Arbeitslosenzahlen waren im Mai so niedrig wie schon seit fast 20 Jahren nicht mehr. Und der aktuellen Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent hierzulande stehen Quoten um die zehn Prozent im europäischen Ausland gegenüber. Kein Wunder also, dass man im Ausland bereits seit längerem mit Respekt vom „German Jobwunder“ spricht.

Früher war nicht alles besser, aber vieles einfacher

Früher war nicht alles besser, aber vieles einfacherWar früher alles besser? Wohl kaum. Aber früher war alles viel einfacher, jedenfalls dann, wenn es nach Wahlen um die Koalitionsbildung ging. Der Grund: Bei drei Parteien entscheidet die kleinste, welcher der größeren Parteien den Regierungschef stellt. Auch bei vier Parteien, von denen jeweils zwei ein Lager bilden, fallen Koalitionsbildungen nicht schwer. Beim Spiel „mit Fünfen“ ist dagegen alles anders.

Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft

Ludwig Erhard Mit dem Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft wurde und wird auch heute noch angestrebt, die Ziele des Liberalismus, des Humanismus, der christlichen Soziallehre und des freiheitlichen Sozialismus miteinander zu verbinden. Die Soziale Marktwirtschaft bildet einen wesentlichen Teil unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Sie führte Deutschland in einer freiheitlichen Gesellschaft zu wirtschaftlicher Stärke und einem bemerkenswerten Wohlstand. Anders ausgedrückt: Die Soziale Marktwirtschaft hat sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten als funktionsfähige und menschenwürdige Ordnung erwiesen.